Sebastian Berndt

Kontext und Interpretation

Über die Abhängigkeit der Interpretation vom Kontext
anhand des "Kanons" von Vinzenz von Lerin

Rezension


"Katholisch ist, was überall, immer und von allen geglaubt worden ist", schrieb Vinzenz von Lerin im fünften Jahrhundert. Besonders in konfessionellen Auseinandersetzungen wurde Vinzenz von allen Streitparteien als Zeuge zu ihren Gunsten angerufen. Es liegt der Verdacht nahe, daß die Anwendung des sog. Kanons dabei von den kontextuellen Einflüssen abhängig war.

Das vorliegende Werk geht diesem Verdacht nach, indem es die Rezeption des sog. Kanons bei John Henry Newman und Ignaz von Döllinger untersucht, die sich beide sowohl vor als auch in einem Konversionsprozeß mit Vinzenz auseinandersetzten. Inwieweit ist dabei die Interpretation von kontextuellen Wechseln abhängig?


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